Kredit abgelehnt – was nun?

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Sobald du eine kleine (oder größere) Finanzspritze benötigst, ist oftmals die eigene Hausbank der erste Weg. Doch was passiert, wenn der Kredit abgelehnt wurde? In diesem Beitrag erfährst du die Gründe. Und welche Alternativen sich bei einer Kredit-Ablehnung bieten.

Aus diesen Gründen wird ein Kredit abgelehnt!

Spätestens wenn die Kreditanfrage abgelehnt wurde, fragst du dich nach den Gründen. Einen Aspekt musst du im Vorfeld wissen:

  • Jedes Kreditinstitut muss dir die genauen Gründen nennen, weshalb der Kredit abgelehnt wurde!

Mit Aussagen wie: „Unser internen Kriterien lassen eine Kreditvergabe nicht zu.“, solltest du dich nicht „abspeisen“ lassen. Selbstverständlich wissen die Geldgeber ganz genau, warum Kredite vergeben werden oder in deinem Fall auch nicht. Aus diesen Gründen wird ein Kredit in vielen Fällen nicht vergeben:

  1. Negativer Schufa-Eintrag ist vorhanden.
  2. Einkommen reicht nicht aus (weil in den meisten Fällen nach der Miete und weiteren Ausgaben gefragt wird).
  3. Arbeitsvertrag ist befristet.
  4. Es scheitert knapp, weil kein Bürge oder zweiter Kreditnehmer mit festem Einkommen eingetragen ist.

Nicht selten wird ein Kredit abgelehnt, weil teils veraltete Schufa-Einträge dein „Scoring“ mindern. Leider haben die Banken keine andere Möglichkeit, deine potentielle Zahlungsmoral zu prüfen. Wie schon erwähnt „LEIDER“. Im Einzelfall, ergeben sich meistens ganz andere Situationen.

Gibt es Alternativen wenn der Kredit abgelehnt wurde?

Wenn Schufa-Einträge existieren, die schon längst beglichen oder verjährt sind, dann kümmere dich darum! Melde dich bei der Schufa. Reiche die Nachweise der Zahlung ein. Lass die negativen Einträge löschen. Und zwar so schnell wie möglich. Die Schufa ist der wohl häufigste Grund, warum ein Kredit abgelehnt wurde.

In allen anderen Fällen, musst du einen Bürgen besorgen. Deine Eltern, Verwandte, Freunde oder irgendeinen anderen zweiten Kreditnehmer. Keine Chance? Dann musst du dir das Geld woanders besorgen:

  • Pfandleihhaus
  • Privatdarlehen
  • Probiere einen „zweckgebundenen Kredit“
  • Kredit aus dem Ausland (typisches Beispiel: Schweizer Kredit)

Hinsichtlich der Thematik „Privatdarlehen“, existieren 2 Varianten:

  1. Kredit von Freunden oder Verwandten (dabei sparst du dir die Zinsen. Aber hier stehen im wahrsten Sinne des Wortes „Freundschaften auf dem Spiel“. Also nutze diese Möglichkeit nur, wenn dir die Hausbank den Kredit abgelehnt hat, diesen aber tatsächlich abzahlen kannst!
  2. Diverse Plattformen, in denen private Geldgeber investieren und Kreditsummen vergeben. Auxmoney ist so ein Beispiel. Anleger investieren Kapital. Hier ergeben sich hohe Zinsen, die aber du auch trägst. In jedem Fall stehen die Chancen hier höher!

Umschuldung ist oft der sinnvolle Weg!

Sobald dir die Schulden über den Kopf wachsen, dann macht es durchaus Sinn, mehrere Kredite zusammenzufassen. Nicht selten befürworten die Kreditgeber sogar diese Maßnahme. Weil du dich langfristig an eine Bank bindest. Es kommt natürlich darauf an, wie viele Verbindlichkeiten bereits bestehen. Außerdem wird immer deine Bonität geprüft.

  • Umschuldung fasst mehrere Kredite zusammen
  • eventuell sparst du sogar Zinsen bei vorzeitiger Abzahlung bestehender Kredite
  • Kredit für Umschuldung wird oft weniger abgelehnt

Du bist ziemlich pleite? Dann wird der Kredit abgelehnt weil deine Ausgaben die Einnahmen übersteigen!

In diesem Fall solltest du eine Schuldnerberatung aufsuchen. Unter Umständen lohnt sich auch eine Privatinsolvenz (Verbraucherinsolvenz). Beratungsstellen für Schuldner sind beispielsweise:

In jedem Fall ist Tatsache, dass ein Kredit abgelehnt wurde, ein erstes Anzeichen für finanzielle Schwierigkeiten. Versuche nicht unter allen Umständen einen Kredit aufzunehmen (erst recht nicht bei dubiosen Kreditvermittlern). Zur Not solltest du obige Beratungsstellen kontaktieren.